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In der Schweiz ist Brustkrebs zusammen mit Lungenkrebs bei Frauen die häufigste Krebsart und die häufigste krebsbedingte Todesursache.

Die Entstehung von Brustkrebs ist von beeinflussbaren- und nicht beeinflussbaren Faktoren abhängig. Nur schätzungsweise fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebsfälle sind auf eine bekannte genetische Veranlagung zurückzuführen. Das Brustkrebsrisiko nimmt mit dem Alter zu. Vier von fünf Frauen mit Brustkrebs sind über 50 Jahre alt.

In der Schweiz hat die Brustkrebssterblichkeit in den letzten 30 Jahren um mehr als 30 Prozent abgenommen. 80 Prozent der erkrankten Frauen sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben.

Man geht davon aus, dass verbesserte Diagnostik und Therapien-, wie auch die Einführung von Brust-Screenings dazu beigetragen haben.

Screening bedeutet, dass allen Menschen einer bestimmten Altersgruppe ohne bestimmten Krankheitsverdacht eine Untersuchung angeboten wird.

Beim Brust-Screening werden durch eine spezielle Röntgenuntersuchung  (Mammografie) Veränderungen in der Brust sichtbar, bevor diese tast- oder spürbar sind. Bei auffälligen Veränderungen sind weitere Abklärungen angezeigt, welche nicht mehr Teil des Programms sind.

Der Kanton Bern stellt mit diesem Programm sicher, dass alle Frauen systematisch Zugang zu qualitätsgesicherten Untersuchungen erhalten.

Im kantonalen Programm werden hohe Qualitätsziele verfolgt, laufend überprüft und weiterentwickelt. So werden die erstellten Bilder (Mammogramme) von zwei unabhängigen, speziell ausgebildeten Radiologinnen oder Radiologen befundet. Die Geräte, mit welchen die Aufnahmen erstellt werden, unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Die Untersuchungen erfolgen nur in zugelassenen und kontrollierten Röntgeninstituten. Die Qualität der Bilder wird ebenfalls systematisch kontrolliert.

Das Brust-Screening hat Vor- und Nachteile. Folgende drei Dinge sind wichtig zu wissen:

1) Brust-Screening senkt das Risiko, an Brustkrebs zu sterben.

2) Brust-Screening führt in einigen Fällen zu weiteren Untersuchungen.

3) Ein Teil der im Screening entdeckten bösartigen Tumoren wäre von den Frauen nie bemerkt worden, hätten sie nicht am Programm teilgenommen.

Ob Sie das Brust-Screening in Anspruch nehmen wollen, ist Ihre persönliche Entscheidung.

Sie haben noch bis zum 15. Dezember 2017 die Möglichkeit sich über das bestehende Programm für die Brustkrebs-Früherkennung anzumelden. Da die Weiterführung des Programmes momentan durch das Kantonsarztamt der Gesundheits- und Fürsorgedirektion überprüft wird, können wir Ihnen keine lückenlose Teilnahmemöglichkeit nach diesem Datum garantieren.