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Medienmitteilung Mammografie-Screening Kanton Bern

Medienmitteilung

 

Zahlen zum Berner Programm online

Die Leistungs- und Qualitätsindikatoren 2013 bis 2016 liegen vor.

Wir stellen hier erstmals die Leistungs-und Qualitätsindikatoren des Brust-Screenings Kanton Bern vor. Das Programm nahm seinen regulären Betrieb am 1.9.2013 auf. Bis heute wurden über 60’000 Screening-Untersuchungen durchhgeführt. Die Daten zeigen, dass im Berner Screening pro 1’000 Teilnehmerinnen im Schnitt 5.5 Fälle von Brustkrebs gefunden werden. 

Leistungs- und Qualitätsindikatoren 2013 bis 2016

 

Relay for Life 2017

Gemeinsam gegen Krebs 17. – 18. Juni 2017

Relay for Life ist eine feierliche Veranstaltung zur Unterstützung von Menschen mit Krebs. Im Vordergrund stehen die Solidarität und die Mittelbeschaffung für Krebsbetroffene und Nahestehende. Während einer Nacht und einem Tag sind lokale Gruppen aktiv um

 

 – Menschen zu würdigen, die mit Krebs leben oder die Krebs

     überwunden haben
– Menschen zu gedenken, die aufgrund von Krebs verstorben sind
– sich gemeinsam gegen Krebs und für das Leben einzusetzen.

Erfahren Sie mehr unter www.krebsliga.ch/relayforlife 

 

Früherkennung bei hohem Brustkrebsrisiko mit MRI
Besprechung mit ArztSeit dem 15. Juli 2015 werden die Kosten für vorsorgliche Magnetresonanzuntersuchungen (MRI) der Brust bei Frauen mit stark erhöhtem familiärem Brustkrebsrisiko übernommen.
Jährlich erkranken rund 5500 Frauen in der Schweiz an Brustkrebs, davon sind etwa 275 (oder 5 Prozent) Trägerinnen von Brustkrebs-Hochrisikogenen. Schweizweit weisen schätzungsweise 4000 bis 5000 Frauen eine solche angeborene Veränderung in ihren Genen auf und haben daher ein stark erhöhtes Erkrankungsrisiko. Für diese Frauen sieht die aktuelle Version der Krankenpflege-Leistungsverordnung bezüglich Früherkennung einzig eine Kostenübernahme für Mammografien vor. Mammografien sind jedoch gerade bei jüngeren Frauen wegen deren dichterem Brustgewebe oft schwierig zu interpretieren. Bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren eignen sich Untersuchungen mit dem MRI besser zur Überwachung der Brust, wie verschiedene vergleichende Studien zeigen. Im Alter von 40 bis 50 Jahren vervollständigen sie die Mammografie.

Die Krebsliga Schweiz hat deshalb einen Antrag zur Ergänzung der Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gestellt, der bewilligt worden ist. Gleichzeitig hat die Krebsliga Schweiz angeregt, dass beide Methoden zur Brustüberwachung mittelfristig in einem qualitätskontrollierten Rahmen durchgeführt werden. Das soll nicht nur sicherstellen, dass sich die Betreuung der Frauen mit einem familiär bedingt erhöhten Erkrankungsrisiko an Leitlinien anlehnt, sondern auch helfen, die gegenwärtig bestehende Über- und Unterversorgung im Bereich der Brustüberwachung einzudämmen.

Wir danken und gratulieren der Krebsliga Schweiz zu diesem Erfolg.

 

Neue Qualitätsstandards für Mammografie-Screening Programme
Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter der Leitung der Krebsliga Schweiz einen Entwurf für neue Qualitätsstandards erarbeitet, die die Brustkrebs-Früherkennung durch Mammografie-Screening Programme in der Schweiz regeln. Der Entwurf wurde am 14. November 2014 dem BAG vorgelegt.

Zu den Neuerungen zählen beispielsweise höhere Anforderungen an Radiologen und Fachleute für Medizinisch Technische Radiologie. Einerseits wurde die Anzahl Lesungen erhöht, welche RadiologInnen pro Jahr im Minimum durchführen müssen, um in Programmen tätig sein zu können. Andererseits sind die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung für die Spezialisten in den Programmen gestiegen. Und schliesslich halten die Standards explizit fest, dass die Programme die Frauen vollständig und neutral informieren sowie die Vorteile und Risiken eines Screenings quantifizieren und einheitlich kommunizieren müssen. Wir sind der Meinung, dass die Richtlinien des Berner Programms den neuen Anforderungen entsprechen. Das BAG entscheidet nun über die neuen Qualitätsstandards.

Qualitätsstandards