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Zahlen zum Berner Programm online

 

Die Leistungs- und Qualitätsindikatoren 2013 bis 2017 liegen vor.

Wir stellen hier erstmals die Leistungs-und Qualitätsindikatoren des Brust-Screenings Kanton Bern vor. Das Programm nahm seinen regulären Betrieb am 1.9.2013 auf. Bis heute wurden über 77’000 Screening-Untersuchungen durchhgeführt. Die Daten zeigen, dass im Berner Screening pro 1’000 Teilnehmerinnen im Schnitt 5.5 Fälle von Brustkrebs gefunden werden. 

Leistungs- und Qualitätsindikatoren 2013 bis 2017

 

Medienmitteilung Mammografie-Screening Kanton Bern

 

Sie haben noch bis zum 15. Dezember 2017 die Möglichkeit sich über das bestehende Programm für die Brustkrebs-Früherkennung anzumelden. Da die Weiterführung des Programmes momentan durch das Kantonsarztamt der Gesundheits- und Fürsorgedirektion überprüft wird, können wir Ihnen keine lückenlose Teilnahmemöglichkeit nach diesem Datum garantieren.

Medienmitteilung

 

Früherkennung bei hohem Brustkrebsrisiko mit MRI
Besprechung mit ArztSeit dem 15. Juli 2015 werden die Kosten für vorsorgliche Magnetresonanzuntersuchungen (MRI) der Brust bei Frauen mit stark erhöhtem familiärem Brustkrebsrisiko übernommen.
Jährlich erkranken rund 5500 Frauen in der Schweiz an Brustkrebs, davon sind etwa 275 (oder 5 Prozent) Trägerinnen von Brustkrebs-Hochrisikogenen. Schweizweit weisen schätzungsweise 4000 bis 5000 Frauen eine solche angeborene Veränderung in ihren Genen auf und haben daher ein stark erhöhtes Erkrankungsrisiko. Für diese Frauen sieht die aktuelle Version der Krankenpflege-Leistungsverordnung bezüglich Früherkennung einzig eine Kostenübernahme für Mammografien vor. Mammografien sind jedoch gerade bei jüngeren Frauen wegen deren dichterem Brustgewebe oft schwierig zu interpretieren. Bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren eignen sich Untersuchungen mit dem MRI besser zur Überwachung der Brust, wie verschiedene vergleichende Studien zeigen. Im Alter von 40 bis 50 Jahren vervollständigen sie die Mammografie.

Die Krebsliga Schweiz hat deshalb einen Antrag zur Ergänzung der Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gestellt, der bewilligt worden ist. Gleichzeitig hat die Krebsliga Schweiz angeregt, dass beide Methoden zur Brustüberwachung mittelfristig in einem qualitätskontrollierten Rahmen durchgeführt werden. Das soll nicht nur sicherstellen, dass sich die Betreuung der Frauen mit einem familiär bedingt erhöhten Erkrankungsrisiko an Leitlinien anlehnt, sondern auch helfen, die gegenwärtig bestehende Über- und Unterversorgung im Bereich der Brustüberwachung einzudämmen.

Wir danken und gratulieren der Krebsliga Schweiz zu diesem Erfolg.

 

Neue Qualitätsstandards für Mammografie-Screening Programme
Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter der Leitung der Krebsliga Schweiz einen Entwurf für neue Qualitätsstandards erarbeitet, die die Brustkrebs-Früherkennung durch Mammografie-Screening Programme in der Schweiz regeln. Der Entwurf wurde am 14. November 2014 dem BAG vorgelegt.

Zu den Neuerungen zählen beispielsweise höhere Anforderungen an Radiologen und Fachleute für Medizinisch Technische Radiologie. Einerseits wurde die Anzahl Lesungen erhöht, welche RadiologInnen pro Jahr im Minimum durchführen müssen, um in Programmen tätig sein zu können. Andererseits sind die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung für die Spezialisten in den Programmen gestiegen. Und schliesslich halten die Standards explizit fest, dass die Programme die Frauen vollständig und neutral informieren sowie die Vorteile und Risiken eines Screenings quantifizieren und einheitlich kommunizieren müssen. Wir sind der Meinung, dass die Richtlinien des Berner Programms den neuen Anforderungen entsprechen. Das BAG entscheidet nun über die neuen Qualitätsstandards.

Qualitätsstandards